Über uns

Das Landgestüt

Das im Jahre 1755 gegründete Landgestüt Zweibrücken ist mit dessen 13 Hektar großen historischen Anlage DER Knotenpunkt des Reitsports im Süd-Westen von Deutschland. Die kaufmännische Leitung des Landgestüts erfolgt durch die Landgestüt Zweibrücken GmbH. Neben der Pferdezucht, gekennzeichnet durch den Betrieb einer EU-Besamungsstation,  basiert deren Tätigkeit auf der Pferdehaltung (Pensionsbetrieb) und der Ausrichtung von  Pferdesportveranstaltungen und Zuchtveranstaltungen.  Darüber hinaus ist das Landgestüt Zweibrücken „Heimat“ für mehrere Zweibrücker Reitsportvereine. Zudem befindet sich auf dem Gestüt eine Reitschule, welche die reiterliche Grund- und Weiterbildung garantiert – und dies für Jung und Alt.

Optimale Trainingsbedingungen

Das Landgestüt Zweibrücken verfügt über sehr gute Haltungs- und Trainingsbedingungen:

  • einen 100 m  x 100 m großen Außenplatz mit Ebbe-Flut System (Sand-Vlies-Mix)
  • zwei Reithallen, ebenfalls mit Ebbe-Flut System (Sand-Vlies-Mix)
  • einen Hengststall
  • einen Stalltrakt für Gast-Stuten (während der Deck-Saison)
  • einen Pensionsstall für bis zu 30 Pferde

Bei einem Besuch des Landgestüts können interessierte Züchter und Reiter unsere Bedingungen live kennen lernen. Wir freuen uns.

Das Team

Das Team des Landgetüts setzt sich aus versierten Pferdemenschen zusammen, die stets das Wohl der Tiere im Auge haben:

Fotoshooting-Pferdefotografie-Landesgestüt-Zweibrücken-Fotograf-Sabine-Hafner

Alexander Kölsch

Geschäftsführer

a.koelsch@lg-zw.de

Fotoshooting-Pferdefotografie-Landesgestüt-Zweibrücken-Fotograf-Sabine-Hafner

Dr. Therese Willmen

Tierärztin/ Besamungsstation

besamungsstation@lg-zw.de

Reitsport - ob Dressur oder Spingen - ist auf dem LG Zweibrücken optimal möglich. Und die benachbarte Rennwiese kann für Abwechslung sorgen.

Die Historie des Landgestüts

Welches Gestüt verfügt über eine solch bewegte Geschichte, die vier Pferderassen hervorbrachte und viele Zuchtgebiete beeinflusste? Von Stadthaltern des schwedischen Königs initiiert, vom Kaiser der Franzosen begehrt und gefördert, waren „Zweibrücker Pferde“ europaweit gefragt. Unter bayrischer Herrschaft war der „Zweibrücker“ zudem unersetzlich für den Ausbau der Landwirtschaft und die Ernährungssicherung der stetig wachsenden Bevölkerung.

Glanzvolles und Dramatisches wechselten sich im Laufe der Jahrhunderte ab, dennoch konnten weder Zwangsevakuierung durch napoleonische Truppen, noch Evakuierungen und Zerstörungen während zweier Weltkriege, die Flamme der Begeisterung für das Pferd zum Erlöschen bringen.

Die bewegende Geschichte des Landgestüts Zweibrücken im Überblick:

1755 – DER ANFANG EINER GROSSARTIGEN GESCHICHTE

Vor mehr als 250 Jahren – im Jahr 1755 – wurde mit der Gründung des Landgestütes die geordnete Zucht des „Zweibrücker Pferdes“ von Herzog Christian IV. von Zweibrücken manifestiert.

1793: ANSTURM FRANZÖSISCHER REVOLUTIONSTRUPPEN UND EVAKUIERUNG DES GESTÜTS

Im Jahre 1806 erfolgte die Wiedereinrichtung des Gestüts durch Napoleon (I. Ordnung). Nur wenige Jahre später, im Jahre 1814, kam es zu einer erneuten Evakuierung nach Fontainebleau bei Paris und zur Einverleibung der Pfalz durch den bayrischen Staat. Mehr als 25 Jahre später kam es zur Wiederbegründung des Gestüts durch Gouvernementsbeschluss der Regierung des Mittelrheins.

 

Die Übernahme der pfälzischen Gestütsanstalt, wie das Gestüt noch vor mehr als 100 Jahren hieß, erfolgte im Jahre 1890 als Bayrisches Land- und Stammgestüt Zweibrücken.

DIE SCHICKSALSJAHRE 1918, 1939 UND 1944

In den Schicksalsjahren 1918, 1939 und 1944 ereigneten sich mehrere Evakuierungen.

 

Im Jahr 1918 erfolgte die Evakuierung nach Bayern aufgrund der drohenden Gefährdung durch die französischen Truppen. 1939 – mit Beginn des 2. Weltkrieges –   musste die Evakuierung in die bayrischen Gestüte Schwaiganger und Achselschwang  erfolgen. Zum Kriegsende im Jahr 1944 folgte die erneute Evakuierung nach Ansbach, Landshut und Achselschwang

 

Im 1. und 2. Weltkrieg wurde die Gestütsanlage teilweise völlig zerstört und anschließend – mit viel Mut und Kraft – neugestaltet und wiedereröffnet. Mit Auflösung des Stammgestütes Eichelscheid im Jahr 1960 ging die Einrichtung des Landgestüts Zweibrücken als reiner Hengsthaltungsbetrieb einher.

WILLKOMMEN IN DER MODERNE

Viele Jahre später, im Jahr 1983, wurde das Gestüt als Landesleistungszentrums Süd für den Pferdesport eingerichtet.  Knapp 10 Jahre später erfolgte der Aufbau einer EU Besamungsstation für Pferde, die die koordinierte und planbare Besamung von Stuten ermöglichte – damals noch kein Standard in der deutschen Pferdezucht.

 

Das Landgestüt wird im Jahr 1995  die zuständige Behörde für das Leistungsprüfungswesen der Pferde. Im Zuge der Verwaltungsreform in Rheinland-Pfalz im Jahr 2003 wurde das Landgestüt in das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (demnach ein Landesbetrieb) integriert.

 

Ein Meilenstein in der Geschichte des Landgestüts bildet die Gründung der Stiftung Landgestüt Zweibrücken im Jahr 2007welche das vormals rein staatliche Gestüt übernahm. Die Betriebsführung erfolgt seit dem Jahr 2008 durch die damals neu gegründete Landgestüt Zweibrücken GmbH.